09.09.2023 Teichwitz – Kötschach/Mauthen

Samstag früh kurz nach um 6 dröhnte ein Grollen durch Teichwitz, Vater und Sohn und zwei Motorräder. Die Reise beginnt.

September, Spätsommer: Innenfutter der Jacke braucht man nicht, beheizte Handschuhe können auch in der Seitentasche bleiben… Wir fahren ja in den Süden, wozu also lange Unterhosen mitnehmen… Dachten wir…

Nach circa einer halben Stunde wurde uns bewusst, dass es auch im Spätsommer früh verdammt kalt sein kann. Also wurden noch vor Herlasgrün die Heizhandschuhe ausgepackt und verkabelt. An der Raststätte Wernberg-Köblitz, circa 50km vor Regensburg, gabs den ersten Tankstopp für die Bikes, ebenso wie Kaffee und Frühstück für uns. Dabei wärmte uns die aufgehende Morgensonne. Die anschließende Weiterfahrt war ganz in Ordnung, wenig Verkehr auf der A93, aber dennoch recht frisch. Ab circa 9 Uhr war die Fahrt in sonnigen Straßenabschnitten erträglicher. Nach Regensburg sind wir weiter über Bundesstraßen Richtung Rosenheim gefahren, um dann auf deutscher Seite noch die Inntalautobahn zu nutzen. In Kiefersfelden gab es dann endlich was richtiges zum Mittag, lecker Big Mac TS für Papa und Double Big Mac für mich. Nach dem Mittag war es dann zu warm für die dicken Klamotten, also wurde aufs Sommeroutfit gewechselt. Unterjacke ausziehen, fingerlose Handschuhe rausholen, Reißverschlüsse an den Ärmeln wurden geöffnet, der Gürtel gelockert und die leichtere Motorradjacke wurde ausgepackt.

In Österreich angekommen ging es nach circa 30km an die nächste Tankstelle, allerdings mit mehr Verkehr durch Kitzbühl und steigenden Temperaturen. Ab Mittersil ging es über die Felbertauernstraße, welche sich wunderbar fahren ließ, da hier wiederum kaum andere Autofahrer unterwegs waren und auch die Straßen in einem sehr guten Zustand sind, teilweise ging es sogar recht flott auf zwei Spuren bergauf.

Der Felbertauerntunnel an sich war jedoch recht unspektakulär, wie Tunnel halt meistens so sind. Nach der Mautstation aus hatten wir noch 81 km vor uns. Vorbei am Großglockner, über Lienz und Obertrauburg, entlang der Gailbergstraße bis nach Kötschach-Mauthen. Bevor wir uns allerdings in unsere Unterkunft begaben, musste erst noch getankt werden, um für den morgigen Tag vorbereitet zu sein.

Gegen 16 Uhr hatten wir es dann geschafft, angekommen an unserer Unterkunft wurden wir direkt von unserer Hauswirtin Lydia in Empfang genommen und im Haus herumgeführt. Vorbei am im Garten befindlichen Infinity-Pool und natürlich am Bierkühlschrank. Das Zimmer war ausgestattet mit 3 Betten, Bad, Fernseher und Balkon. Sogar die Motorräder hatten in der Garage ein Dach über dem Kopf.

Nach einem erfrischenden Bad im 22° warmen Pool und zwei leckeren Bierchen ging es noch in der 500m entfernten Waldschenke Abendessen. Für euch gibts leider nur ein Foto vom leeren Teller, da der Robert, wie ihr sicherlich alle wisst, beim Essen nicht zuerst ans Fotografieren denkt. 😀

Somit war der erste tag geschafft und wir freuen uns auf den nächsten Morgen.