10.09.2023 Kötschach/Mauthen – Camp Plantaza

Nach einer ruhigen Nacht klingelte wie jeden Tag um 7.00 Uhr der Wecker. Aufstehen war angesagt und fertig machen fürs Frühstück. Papa war nochmal schnell im Pool und hat dabei die Küchenfrau erschreckt. Ab 8.00 Uhr konnten wir uns dann am Frühstücksbuffet bedienen. Es gab frische Brötchen und dunkles Brot, aber auch Müsli und Jogurt.…

Nach einer ruhigen Nacht klingelte wie jeden Tag um 7.00 Uhr der Wecker. Aufstehen war angesagt und fertig machen fürs Frühstück. Papa war nochmal schnell im Pool und hat dabei die Küchenfrau erschreckt. Ab 8.00 Uhr konnten wir uns dann am Frühstücksbuffet bedienen. Es gab frische Brötchen und dunkles Brot, aber auch Müsli und Jogurt. Dazu gab es verschiedene Sorten an Wurst und Käse, sowie Nutella und verschiedene Marmeladen. Kaffee wurde an den Tisch gebracht, es gab sogar frisch gepressten Orangensaft. Gegen 8.45 Uhr wurden dann die Motorräder bepackt und es ging weiter Richtung Italien. Da wir erst später als gestern losgefahren sind, war es auch nicht so kalt, somit brauchten wir weder Pullover noch dicke Handschuhe. Als erstes musste der Plöckenpass überwunden werden (sehr empfehlenswert) und waren also schon nach 30 Minuten in Italien.

Hier wurde nun die Route am Vorabend etwas abgeändert, da der Weg über den Monte Zoncolan keinen all zu großen Umweg darstellte.

Hier bot sich uns ein wunderschönes Bergpanorama. Kurz vor Ende der Talfahrt gab es leichte Bremsprobleme an Papas Hinterbremse, welche sich aber durch Abkühlen wieder beheben lies. Die hier befahrenen Straßen waren zwar recht schmal und teilweise sehr steil, aber dennoch gut zu fahren.

Über Ovaro und Tolmezzo ging es dann zurück zu unserer eigentlichen Route. Um den Zeitplan wieder einzuholen ging es ein ganzes Stück über die italienischen Autobahnen, unter anderem an Udine, Palmanova und Monfalcone vorbei bis nach Trieste (7,20€ Maut). Bei Udine war die Autobahn plötzlich komplett gesperrt, zum Glück waren wir nicht mit dem Auto unterwegs und konnten so an gefühlt 1000 Autos vorbeifahren, wie bestimmt 300 andere Biker mit uns. Am Stauanfang angekommen, mussten wir nur 3 Minuten warten, bis es auch schon weiter ging und die Lawine aus Motorrädern und Autos zwängte sich auf einer Spur am Unfall vorbei.

In Slowenien angekommen ging es über Landstraßen weiter Richtung Kroatien, ungefähr so wie man sich halt Slowenien vorstellt. Nicht mal 30 Minuten später waren wir auch schon in Kroatien…

… wo wir über die Autostrada bis kurz hinter Rijeka zum Bistro Vidikovac gefahren sind. Ein nettes Restaurant mit schönem Blick den Hafen von Bakar. Zu Essen hab es lecken Gulasch mit Nudeln und Schweinelendchen.

Weiter ging es ins Landesinnere, wo wir allerdings einen Rückschlag zu verbuchen hatten, da die geplante Strecke an einer Schotterstraße endete. Also Kehrtwende, zurück an die Küstenstraße und erst ab Senj in Landesinnere. Die Straßen und Landschaft hier fühlte sich wie eine Hochebene an, stellenweise war es dann doch wieder etwas frischer, da die Jacke seit dem Mittag auf dem Gepäck verstaut wurde. Landschaftlich gesehen ist das schon ein Unterschied zu Deutschland, viel Brachland, wenig genutzte Wiesen und Felder, wenig Viehwirtschaft, keine richtigen Wälder (nur niederes Buschwerk).

Um uns wieder am schönen Anblick  des Meeres zu erfreuen, musste noch ein letzter Bergkamm mit gut ausgebauten Straßen für den Tag erklommen werden. Als das Meer sichtbar wurde, musste sofort angehalten und der Ausblick genossen werden.

Nach 40km Küstenstraße kamen wir an unserem vermeintlichen Ziel des Tages kurz nach 18 Uhr an. Allerdings wurde uns nach einem Anruf mitgeteilt, das der Campingplatz leider komplett ausgebucht war und die Suche nach dem Ziel des Tages ging weiter. In Starigrad wurden wir dann im Pansion-Camp Plantaza fündig. Also nun schnell das Zelt aufbauen, dabei Bier trinken um vor dem Sonnenuntergang ins Meer zu hüpfen. Man war das knapp. Zwei Minuten nach unserem Bad war die Sonne auch schon im Meer verschwunden.

Zum Glück war das Restaurant direkt neben unserem Zelt, was uns einen langen Heimweg ersparte. Die Motorräder wurden bereits neben dem Zelt geparkt.

Nun sitzen wir hier, genießen das letzte Bier für heute und schreiben die wichtigsten Sachen des Tages zusammen. Damit haben wir auch den 2. Tag unserer Reise abgeschlossen, in diesem Sinne: Prost!