13.09.2023 Vila Bruci – Camp Partisan

Gegen 6.40 Uhr weckten mich der Hahn von Nachbars Garten und die ersten Sonnenstrahlen, welche ich im Halbschlaf direkt fotografieren musste. Um 7 Uhr klingelte dann der Wecker und Papa meinte, das er noch nicht genug geschlafen hat, weil die letzte Nacht durch Arbeit am Blog etwas kürzer war. Nach der erfrischenden Dusche machten wir…

Gegen 6.40 Uhr weckten mich der Hahn von Nachbars Garten und die ersten Sonnenstrahlen, welche ich im Halbschlaf direkt fotografieren musste. Um 7 Uhr klingelte dann der Wecker und Papa meinte, das er noch nicht genug geschlafen hat, weil die letzte Nacht durch Arbeit am Blog etwas kürzer war. Nach der erfrischenden Dusche machten wir uns fertig fürs Frühstück (Spiegeleier, sowas wie in Fett gebackene Eierkuchen, geschnittene Tomaten, Marmelade, Toast, Ziegenkäse, Butter und Kaffee).

Gegen 9 Uhr heulten die Motoren wieder auf und es ging auf gut zu fahrenden Straßen weiter bis circa 11 Uhr, wo wir die mazedonische Grenze erreichten. Hier meinte Papa seinen Kupplungsbowdenzug nachstellen zu müssen, woraufhin dieser direkt am Kupplungshebel abgerissen ist. Zum Glück standen wir gerade in der Schlange am Grenzübergang und konnten somit rechts anhalten und überlegen was wir nun tun. Zumindest ich habe das getan, Papa packte einfach sein Bowdenzugreparaturkit aus (ich staunte Bauklötze, was der alles mit hat…) nach einer 10 minütigen Reparatur war alles wieder funktionsfähig. Unglaublich.

Also ab über die Grenze.

Zu Beginn waren die Straßen recht einfach zu fahren, was aber nicht lang anhielt, und wir kamen an eine Straße, welche auf dem Navi als wunderschöne Serpentinenstraße aussah, sich in Wirklichkeit allerdings als in Bau befindliche Schotterstraße bis hin zu Waldwegen wandelte. Der Ausblick über die Täler dort ist allerdings sehr zu empfehlen. Ganz so steil war es nicht, ich hab nur mal wieder versucht ein ganz besonderes Foto zu machen 😀

Hier muss ich ein großes Lob an meinen Papa aussprechen, welcher diese Enduro-Etappe (was in Verbindung mit seinem 400+ kg Motorrad eher eine Schwergewichts-Enduro-Strecke war) perfekt ohne Zwischenfälle gemeistert hat. Er ist nun mal keiner der leicht aufgibt und sogar noch nach kleineren Scherzen meinerseits, nie seinen Humor verloren hat und meinte „Ich wollte schon imemr mal mit meiner Vulcan Offroad fahren.“ Genauso wie es Berg auf ging, ging es auch den Berg wieder herunter. Geröll, Split, unbefestigte Straßen, entgegenkommende LKWs und sehr enge Kurven.

Nach circa 25 km, gefühlten 3 Stunden und pausenlos entgeistert schauenden Bauarbeitern hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern und es ging endlich wieder schneller voran. Nun war wieder pure Fahrfreude bis zum Campingplatz angesagt. Die Straßen waren keine Baustellen mehr und die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhte sich um ein vielfaches. Unterwegs wurde nochmal getankt um die restlichen Kilometer auch zu bewältigen. Alles in allem kann man sagen, das die Hauptstraßen Mazedoniens schön zu fahren sind, sollte man sich aber von diesen entfernen ist eine geländegänigere Maschine empfehlenswert oder man hat halt Wechselunterwäsche dabei.

Gegen 17 Uhr kamen wir dann in Dojran auf dem Campingplatz an. Nun nur noch schnell im Supermarkt was zu Essen einkaufen (Brot, Wurst, Käse, ein ganzes Stück Butter und Bier). Endlich richtiges Campingfeeling.

Stühle ausgepackt, mein Top-Case als Tisch, Messer aus den Taschen geholt und Brote geschmiert. Alleine waren wir zum Glück nicht, denn unsere 3 Wachhunde saßen bei uns und bettelten nach Leckerlis. Leider hatten wir nun allerdings einen Rückschlag zu verbuchen. Der in der Biertasche befindliche Hammer kostete uns eine Dose Bier, welche sich in der Tasche entleerte. An alle Biker: Den Hammer niemals in der Biertasche aufbewahren!