Diesen Morgen klingelte der Wecker schon 6.30 uhr, da wir am Abend noch entschieden die Route etwas zu verlängern, um noch die zweite Brücke über den Bosporus zu befahren. Also Morgenritual: Dusche, Frühstück, Sachen packen, Auschecken und ab auf die Bikes.
Die Heimreise beginnt, schon irgendwie komisch wenn man mitten im Urlaub ans nach Hause Fahren denkt…
Da heute Sonntag ist, sind die Straßen Istanbuls gefühlt wie leer gefegt… Naja nicht so ganz leer, aber schon nach 20 Minuten hatten wir den asiatischen Kontinent über die Brücke von gestern erreicht. ( Dafür haben wir gestern ungefähr eine Stunde gebraucht…) Unser geplanter Umweg hielt uns somit nur eine Stunde auf und nicht wie gedacht viel länger.
Kurz vor dem Ortsausgang von Istanbul waren wir dann noch tanken und haben dort versucht die restliche Lira auszugeben. Blöderweise reichten Zigaretten und eine Flasche Eistee dafür immer noch nicht. Jetzt bringen wir wenigstens 100 Lira als Andenken mit zurück nach Deutschland (werden vielleicht eingerahmt).

Die restliche Strecke zur bulgarischen Grenze war recht eintönig. Fast nur Felder links und rechts der Straße. Also Gas geben und Istanbul weit hinter und liegen lassen. Circa 20 Kilometer vor Bulgarien stoppten wir nochmal für eine kleine Pinkelpause und entdeckten dabei den blinden Passagier an Papas Motorrad. Ein kleiner Vogel hatte es sich (vermutlich schon seit zwei Tagen) zwischen Bremsgestänge und Rahmen ungemütlich gemacht. Leider war dieser nun nicht mehr ganz so fit und ich musste ihm beim Verlassen des Fahrzeugs etwas behilflich sein.

Gegen 13 Uhr kamen wir dann an der bulgarischen Grenze an und kam auch recht schnell voran, bis wir wieder zurückgeschickt wurden, weil an dieser Grenze die Personalien und Fahrzeugpapiere an unterschiedlichen Schaltern kontrolliert wurden und wir diesen übersprungen haben. Nachdem wir das nachgeholt haben, hatten wir nach circa 40 Minuten bulgarischen Asphalt under den Reifen und setzten unsere Fahrt fort.

Die Straßen in Bulgarien haben sich bis auf vereinzelte Splitanhäufungen in Kurvenrändern fast heimisch angefühlt. Der Weg zum Sonnenstrand ging daraufhin recht unspektakulär schnell und bis auf ein paar Tropfen zum Abkühlen war nichts Erwähnenswertes. Dort angekommen stellten wir fest, dass unser Hotel bereits im Winterschlaf war, also wurde Booking.com kontaktiert und in der Zeit, wo ich versuchte das zu klären, kam ein Mitarbeiter des Hotels zu uns und rief direkt seine Managerin an, welche uns direkt ein kostenloses Hotelzimmer direkt am Meer mit Meerblick anbot. Im Hotel Viand angekommen wurden also das Zimmer bezogen und das Meer angesteuert. Vorher allerdings wurde noch ein Stopp an der Hotelbar eingelegt, ist ja All-Inclusive 😉.

Aufgrund des hohen Wellengangs wurde uns das Baden, aber leider untersagt. Somit sind wir nur mal schnell reingesprungen, bis uns der Bademeister nach 5 Sekunden wieder rausbeordert hat…

Naja dann halt wieder zurück an die Bar und gegen 19 Uhr Abendessen, wo die Auswahl am Büffet reichlich war. Dann haben wir jeder noch 2 Bier mit hoch aufs Zimmer genommen und uns für die Nacht fertig gemacht. Prost!

